Baulärm am Großräschener See - was hier gebaut wird
Am Großräschener See ist jüngst der Weg am nordöstlichen Ufer gesperrt. Schweres Baugerät steht vor dem Vereinsheim der Ilse-Seesportler. Lärm schallt durch den Weinberg. Das ist der Grund.
Wer jüngst am Großräschener See unterwegs war, musste sich auf ein neues Hindernis einstellen. Der asphaltierte Fuß- und Radweg am nordöstlichen Seeufer von Großräschen war tageweise auf Höhe der Marienstraße/Ecke Am Birkenhain gesperrt. Wenige Meter hinter einem Hinweisschild versperrte ein Baustellenzaun den Durchgang.
Als Grund werden Bauarbeiten genannt. Wer mit seinem Drahtesel diese Warnung ignoriert, ahnt auf der langen Geraden in Richtung See, dass es tatsächlich eng werden könnte.
Dort unten vor der Kurve ist – quer über den Uferweg – ein Spezialkran aufgebaut. Das Gefährt fällt bereits von weitem ins Auge. Doch was hat die schwere Technik dort zu tun? Und woher kommt eigentlich der weithin hörbare Lärm?
Spätestens am Vereinsheim der Ilse-Seesportler wird jeder ausgebremst. Der riesige Kran steht mitten auf dem Weg. Sein Ausleger wandert zwischen dem Gelände des Seesportvereins und der Wasseroberfläche des Großräschener Sees hin und her.
Dumpfer Lärm durch Rohre für neue Steganlage
Schnell wird er dann auch indirekt als Ausgangspunkt für den Krach ausgemacht. Per Pressluft werden zwölf Meter lange Rohre in den Boden des Gewässers gerammt. Das geht – je nach Untergrund – mal recht schnell und dauert mal länger. Ist Ruhe eingekehrt, wird das nächste Rohr am Ausleger befestigt und über dem Wasser millimetergenau an die vorgesehene Position gebracht. Dann wird das Rohr Stück für Stück in den See gerammt.
Die Dalben sollen später unter Wasser für die notwendige Stabilität der neuen Steganlage sorgen. Am Ilse-Seesportverein entstehen 24 neue Liegeplätze.
Die Arbeiten sind Teil des bereits angekündigten Neubaus der Steganlage. Am Seeufer war also Geduld gefragt. Die Sperrung sollte verhindern, dass Passanten in den Arbeitsbereich des Krans und der Bauarbeiten gelangen.
Von Silke Wentingmann-Kovarik / LR
Bild zur Meldung: Am Großräschener See werden Dalben für die neue Steganlage in den Boden gerammt.