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Digitalisierung der ländlichen Räume: Sieben Landkreise erhalten Millionen-Förderung

22. 01. 2021

Bundesministerin Julia Klöckner eröffnete am 20. Januar das 14. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung:

 

Die Corona-Pandemie verdeutlicht, welches Potential in der Digitalisierung steckt, gerade auch für die ländlichen Räume. Kluge und maßgeschneiderte Anwendungen können hier einen großen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse leisten. "Alles digital oder doch wieder "normal"? Neue Formen von Arbeit und Teilhabe als Chance für die ländlichen Räume" ist deshalb auch das Motto des diesjährigen 14. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche, das von der Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, eröffnet wurde. Zwei Tage lang diskutierten hier mehr als 2000 Teilnehmer darüber, wie Leben auf dem Land noch lebenswerter werden kann. Die Veranstaltung fand erstmals komplett virtuell statt.

 

In diesem Rahmen übergab die Bundesministern auch die Förderurkunden an die Landräte der sieben Modellregionen, die das Ministerium mit seinem Programm "Smarte.Land.Regionen" unterstützt. Für die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie erhalten sie jeweils bis zu einer Million Euro.

 

Die sieben "Smarten.Land.Regionen" sind:

  • Landkreis Bernkastel-Wittlich

  • Kreis Coesfeld

  • Landkreis Lörrach

  • Landkreis Neustadt an der Waldnaab

  • Landkreis Potsdam-Mittelmark

  • Landkreis Vorpommern-Greifswald

  • Landkreis Uelzen

  •  

Bundesministerin Julia Klöckner: "Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in Deutschland einen kräftigen Schub verliehen: Homeoffice, digitaler Unterricht oder Online-Meetings gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag. Vor allem für die ländlichen Regionen ist das eine große Chance: Digitale Vernetzung und flexible Arbeitsmodelle machen vermeintliche Nachteile gegenüber Städten wett – und damit das Leben auf dem Land noch attraktiver. Es geht um die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Apps und digitale Anwendungen unterstützen dabei, mobiler zu sein, sich besser zu vernetzen oder erleichtern die Nahversorgung. Das fördern wir passgenau mit unseren Programmen: Um Entfernungen zu überwinden und Menschen näher zusammenzubringen."

 

Das Bundesministerium (BMEL) fördert die Digitalisierung der ländlichen Räume vor allem in drei Bereichen:

1. Ehrenamt:

Mit dem Sonderprogramm "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern." hat das BMEL mehr als 200 ehrenamtliche Projekte mit mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützt, die wegen der Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen höhere Ausgaben hatten und neue digitale Wege gehen mussten.
Die neue "Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt", die unter anderem vom BMEL finanziert wird, unterstützt in einem wegen der Corona-Situation kurzfristig aufgelegten Förderprogramm ca. 1.900 Vereine z. B. mit Coachings und bei der Anschaffung digitaler Technik.

2. Nahversorgung:

Im Februar starten die ersten Vorhaben unserer Bekanntmachung "LandVersorgt". Das BMEL unterstützt Kommunen hier unter anderem bei der Entwicklung von neuen, hybriden Konzepten, die Online-Handel und lokale Geschäfte verbinden, mit bis zu 50.000 Euro. Im Leitfaden "Coworking auf dem Land" gibt das BMEL Hilfestellung zur Gründung und dem Betrieb von Bürogemeinschaften auf dem Land.

3. Mobilität:

Das BMEL fördert im Programm "LandMobil" 41 Modellvorhaben mit jeweils bis zu 180.000 Euro, mit denen Ideen erprobt und dank digitaler Vernetzung und flexibler Lösungen die Mobilität auf dem Land verbessert werden kann.

 

Hintergrund:

Mehr Informationen zu den Projekten des BMEL und zum Thema „Ländliche Entwicklung“ finden Sie hier.

Alles rund um das Zukunftsforum erfahren Sie hier.

Dort können Sie die Livestreams der Eröffnung und aller 32 Fachforen verfolgen. Alle Videos sind zeitnah auch als Re-Live verfügbar.

 

Bild zur Meldung: Digitalisierung der ländlichen Räume: Sieben Landkreise erhalten Millionen-Förderung