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Mit dem Rad durch die Lausitz

22. 07. 2022

Im Rahmen der „LausitzWerkstatt“ lädt der Förderverein Lausitz e.V. traditionell alle zwei Jahre zu einer Diskussionsrunde zu Themen ein, die die Lausitz bewegen. In diesem Jahr stand das Thema Radtourismus im Mittelpunkt.

 

„In diesem Jahr nehmen wir uns – ganz praktisch – dem Thema Radfahren in der Lausitz an“, hieß es in der offiziellen Einladung des Fördervereins Lausitz e.V. zur „LausitzWerkstatt“ 2022. So ging es Anfang Juli mit dem Fahrrad von Klein Partwitz (Landkreis Bautzen) über Proschim (Spree-Neiße) zu den IBA Terrassen nach Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Dabei sollten Chancen und Hemmnisse des Radtourismus in der Region und dessen Entwicklungspotenzial in einem offenen Dialog beleuchtet werden. Ziel der LausitzWerkstatt war auch wieder die gegenseitige Vernetzung zwischen Brandenburg und Sachsen, so der Vorsitzende des Fördervereins Lausitz e.V. und Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser, Torsten Pötzsch.

 

Ein Schwerpunkt, der mit der geführten Fahrradtour deutlich werden sollte, war die nicht einheitliche Radwege-Beschilderung auf brandenburgischer und sächsischer Seite. So gibt es auf Brandenburger Seite mehrere Fahrrad-Knotenpunkte, die auf sächsischer Seite fehlen. Torsten Pötzsch beschreibt diese Knotenpunkte als „ideales Instrument der Touristenführung“ und erklärt: „Wir kämpfen schon seit drei Jahren dafür, dass diese auch auf sächsischer Seite eingeführt werden“. Er verspricht: „Wir werden den Druck als Verein und unter den Bürgermeistern der Region erhöhen, um den sächsischen Wirtschaftsministerium, unter deren Verantwortungsbereich dieses Thema fällt, immer wieder deutlich zu machen, wie wichtig dieses Thema für den Radtourismus in der gesamten Lausitz ist.“

 

Als zweites Thema wurde ein fehlender asphaltierter Radweg vom Partwitzer See nach Proschim diskutiert, mit dem noch mehr Radtouristen zum Welzower Tagebaurand kommen könnten. Um vom See bis dorthin zu gelang, muss aktuell ein alter Schotterweg, bei dem die Ausschilderung komplett fehlt, oder eine große Kreuzung der viel befahrenen Bundesstraße (B 156) überquert werden. Für Familien mit jungen Kindern sei dies kreuzgefährlich, mahnt Anja Ittmann von „Lausitzer Seenland Touren“. Es gebe immer wieder Lücken zwischen Sachsen und Brandenburg oder auch zwischen den Landkreisen, wo ein Zwischenweg gebraucht wird, um ein einheitliches Radwegenetz in der Lausitz zu schaffen. Olaf Franke von der Marketing Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien sagt deshalb: „Die Lausitz spielt im Radtourismus noch nicht in der Champions League.“ Gleichzeitig sieht er aber noch ein unheimliches Entwicklungspotenzial für die Region, europaweit mit verschiedenen Themenradwegen noch bekannter zu werden. Dafür müssen allerdings auch die Voraussetzungen stimmen.

 

„Noch mehr Möglichkeiten geführter Radtouren mit zertifizierten Reiseführern sollen den Touristen, aber auch Einheimischen einen absoluten Mehrwert schaffen“, so Anja Ittmann. Diese können eben auch mal Geschichten und interessante Informationen vermitteln oder einen Abzweig in einen schönen Ort nehmen, den man als Außenstehender vielleicht nicht auf dem Schirm habe, ergänzt die Touristenführerin. Torsten Pötzsch sagte abschließend: „Es gibt noch viel zu tun, aber wir haben gute Chancen, den Tourismus in der Lausitz weiter zu stärken“.

 

Info

Ziel des Fördervereins Lausitz e.V. ist in erster Linie der Vernetzungsgedanke, mit dem man Menschen aus den verschiedensten Bereichen der Lausitz zusammenbringen möchte. Zum anderen versteht sich der ca. 75 Mitglieder große Verein als Bindeglied zwischen den Tourismusverbänden der Lausitz. Auch der WochenKurier ist Mitglied.

 

Author: Jannis Simons / WochenKurier

 

Bild zur Meldung: Foto: Simons

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