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Schlussevaluierung der Förderperiode 2014-2020 abgeschlossen

20. 07. 2021

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Energieregion im Lausitzer Seenland“ hat nunmehr die zweite Förderperiode erfolgreich abgeschlossen.

 

Die Schlussevaluierung zur Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie 2014-2020 wurde von November 2020 bis Juni 2021 durchgeführt. Für die Evaluierung wurde ein externes Büro beauftragt, um die Arbeit der LAG hinsichtlich ihrer Effizienz und Effektivität sowie die Erreichung der festgelegten Ziele zu prüfen.

 

Mit Hilfe einer Online-Umfrage wurden sowohl die LAG-Mitglieder über die Erfolge der Arbeit der LAG als auch Projektträger zu ihren Erfahrungen mit LEADER befragt. Ergänzend dazu wurden Interviews durchgeführt und auf einem Online-Workshop bereits Hinweise und Vorschläge für die neue Förderperiode gesammelt.

 

Trotz kritischer Anmerkungen im Hinblick auf die teils langwierige und komplexe Antragstellung und den weiteren damit verbundenen Hürden innerhalb des Prozesses, ziehen sowohl LAG-Mitglieder als auch Projektträger ein positives Fazit zu LEADER in der „Energieregion im Lausitzer Seenland“.

 

Für die Übergangszeit bis zur neuen Förderperiode ab 2023 stehen der Region weitere Fördermittel bereit.

 

Die wichtigsten Ergebnisse

 

Die Aktualisierung der SWOT- und Bedarfs-Analyse aus der Regionalen Entwicklungsstrategie hat ergeben, dass die grundlegenden Herausforderungen nach wie vor bestehen. Der Strukturwandel in der Lausitz durch den Ausstieg aus dem Kohleabbau mit den damit verbundenen weitreichenden sozioökonomischen und kulturlandschaftlichen Auswirkungen ist nach wie vor prägend für die Region. Als weitere Herausforderung bleibt die Anpassung an die demografischen Entwicklungen bestehen und zunehmend wird die Region von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein. Vor dem Hintergrund der Verbesserung der Versorgung mit Breitband und schnellen Mobilfunkverbindungen ergeben sich weitreichende Chancen durch Digitalisierungsprozesse.

 

Bis Ende 2020 hat die LAG insgesamt 104 Projekte in den Handlungsfeldern der Regionalen Entwicklungsstrategie auf den Weg gebracht. Besonders wirkungsvoll waren mehr als 20 Kleinstprojekte (max. 5.000 EUR Förderung), die in der Verantwortung der LAG umgesetzt worden sind.

 

In dem durchaus komplizierten Prozess der Bereitstellung von Fördermitteln hat sich dabei das durch die LAG etablierte Projektauswahlverfahren im Allgemeinen als effektiv und transparent erwiesen.

 

Die überwiegend aus EU-Mitteln finanzierte Projektförderung betrug insgesamt ca. 14,2 Mio. EUR. Dadurch wurden in der LEADER-Region Investitionen von mehr als 26 Mio. EUR angeschoben. Zudem konnten in den Projekten unmittelbar mehr als 140 Arbeitsplätze gesichert sowie weitere 27 Arbeitsplätze neu geschaffen werden.

 

Die wichtigsten Erfahrungen

 

Die LEADER-Region hat sich hinsichtlich ihres Gebietszuschnitts auch in der jetzt zu Ende gegangenen Förderperiode bewährt und wird an der bisherigen Gebietskulisse daher auch in Zukunft festhalten.

 

Die bisherigen Themenkomplexe und Handlungsfelder:

  • Regionale Wertschöpfung,

  • Sicherung der Daseinsvorsorge,

  • Lebensqualität in ländlichen Gemeinden und

  • Tourismus im Lausitzer Seenland

entsprachen den Herausforderungen und Bedarfen in der Region.

 

Unter Berücksichtigung der europäischen Ziele für ein intelligenteres, grüneres, sozialeres und bürgernäheres Europa wird die LAG künftig innerhalb dieser Themen weitere Schwerpunkte, wie zum Beispiel Innovation und Klimaschutz oder Barrierefreiheit und Bildung, setzen. Die inhaltlich und personell breit aufgestellte LAG wird bei Bedarf weitere Akteure und Kompetenzen in ihre Arbeit einbeziehen.

 

Ein Erfolgsfaktor der Arbeit der LAG ist das Zusammenwirken ihrer Akteure in den regionalen Netzwerken auch über die Gebietsgrenzen der LEADER-Region hinaus. Der Erfahrungsaustausch und das Mitwirken am Zukunftsprozess Lausitz soll deshalb auch zukünftig die Arbeit prägen.

 

Entscheidend für die Umsetzung einer integrierten Strategie war auch ein ausgewogener Anteil von „privaten“ und „öffentlichen Projekten“. Um dies ebenfalls zukünftig zu gewährleisten ist die Übernahme der nationalen Kofinanzierung für private Projekte durch das Land Brandenburg weiterhin erforderlich. In der Diskussion steht die Begrenzung der Förderhöhe aus dem LEADER-Budget für kommunale Infrastrukturprojekte.

 

Die Auswertungen der Befragungen der LAG-Mitgliedern, des LAG-Vorstands und der Projektträger unterstrich die Bedeutung der Arbeit eines professionellen Regionalmanagements für die Umsetzung der Strategie und das Zusammenwirken der Akteure in der Region. Diese Arbeit muss für die Zukunft ausreichend finanziell gesichert werden.

 

Wie geht es weiter?

 

Mitte Mai 2021 erfolgte bereits der neue Aufruf zur Auswahl von LEADER-Regionen in Brandenburg für die Förderperiode 2023 bis 2027. Die LAG „Energieregion im Lausitzer Seenland“ setzt sich deshalb bereits jetzt mit den Anforderungen des Wettbewerbs auseinander und wird mit dem klaren Ziel den LEADER-Prozess ebenso erfolgreich wie bisher fortzusetzen, ihre Regionale Entwicklungsstrategie unter Nutzung der bisherigen Erfahrungen fortschreiben. Dafür wird die Lokale Aktionsgruppe einen breiten und intensiven Beteiligungsprozess organisieren.

 

Bild zur Meldung: Schlussevaluierung der Förderperiode 2014-2020 abgeschlossen

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