adressicon Am Werk 8, 01979 Lauchhammer        telefonicon  03574 4676 2256        faxicon  03574 4676 2311       mailicon 

 
03574 / 46762256
Link verschicken   Drucken
 

Ausbau 2. OG "Alte Mühle" zu einer Ferienwohnung

Antragsteller: Norbert Noack

 

Bewilligung am: 06.04.2009

 

Ort: Großkoschen

 

Gesamtkosten: 42.263,96 €

 

Projektlaufzeit: 2008 - 2009

 

Richtlinie: C.1.3

 

Das Gebäude der historischen „Alten Dorfmühle“ in Großkoschen wurde vor dem Verfall gerettet und in den Jahren 1998/1999 zu Ferienwohnungen teilweise ausgebaut und seit dem als solche vermietet. Die Nachfrage im Bereich des Senftenberger Sees und des Lausitzer Seenlandes vor allem in den Sommermonaten und an mehreren verlängerten Wochenenden im Frühjahr und Herbst übersteigt das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste. Auch aus diesem Grund sollte das 2. Obergeschoss des Mühlengebäudes, welches momentan leer steht, zu einer weiteren Ferienwohnung ausgebaut werden. Damit wird die Attraktivität von Unterkünften im ländlichen Raum weiter verbessert. Unterkünfte in einem historischen Gebäude haben ein besonderes Flair, zumal beim Umbau auf den Erhalt gebäudetypischer Elemente geachtet werden sollte.

Bei der Medienzuführung wurde eine spätere Erweiterung bereits berücksichtigt. Es soll eine Wohnung für 4 Personen mit 1 Wohnraum, 2 getrennten Schlafräumen, einer Einbauküche und einem Bad entstehen. Die Gesamtqualität der Ferienwohnung und deren Ausstattung werden im oberen 3-Sterne-Bereich liegen. Die Rentabilität des Gesamtprojektes erhöht sich mit dieser Erweiterung. Bei der Vermarktung wird eng mit den regionalen Tourismusorganisationen zusammengearbeitet. Mit den zusätzlichen Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder im Fachwerknebengebäude sollen bei der Unterbringung verstärkt auch Radwandertouristen angesprochen werden.

Der ländliche Raum im Süden Brandenburgs unterliegt seit Anfang der 90er Jahre einem deutlichen Strukturwandel. Es gab einen teilweise massiven Abbau von Arbeitsplätzen im Bergbau und in der Landwirtschaft. Einem Wegzug von vor allem jungen Einwohnern kann durch eine Attraktivitätssteigerung des Wohnumfeldes und einer Erschließung von neuen Beschäftigungsangeboten z. B. im Tourismus teilweise entgegengewirkt werden. Im Rahmen der Dorferneuerung können der Zustand von Ortsbild prägenden Gebäuden verbessert und der Erhalt der regionalen Identität unterstützt werden. Gleichzeitig wird eine Verbesserung der Erholungsfunktion erreicht. Der Sanierungsbedarf des historischen Ensembles „Alte Mühle“, Wasserrad, Fachwerk-Nebengebäude und Nebengebäude ist sehr hoch. Durch eine bisher bereits touristische Nutzung der „Alten Mühle“ als Ferienwohnungen ist der Ausbau des 2. Obergeschosses gut in das Gesamtkonzept eingebettet.

vorher - erste Besichtigung durch AG ländliche Entwicklung am 12.09.2008
nach dem Umbau
26.11.2009